HYPO PERSPEKTIVEN - Magazin der HYPO Oberösterreich

19 Unternehmen in Oberösterreich „Frauen sind in technischen Berufen gleich gut wie Männer“, sagt Claudia Haslinger, Geschäftsführerin der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham. Gemeinsam mit ihrer Schwester Martina Huemer-Fistelberger leitet sie das Unternehmen, das sich auf technischkreative Produkt-Ideen spezialisiert hat – wie etwa das Holz-Fahrrad „My Esel“. Schon in ihrer Kindheit hat Claudia Haslinger in der 1992 von ihrem Vater Gerhard Spitzbart gegründeten Tischlerei mitgeholfen. Die enge Verbindung mit dem elterlichen Betrieb, der in der Folge nicht nur Holz, sondern auch andere Werkstoffe wie Carbon, Aluminium und Kunststoff bearbeitete, blieb während des Gesundheitsmanagement-Studiums erhalten. Schließlich entschied sie sich, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Seit 2024 zeichnet Haslinger gemeinsam mit ihrer Schwester für die Geschicke von SFK verantwortlich. „Unser Vater hat nie Druck ausgeübt, er hat uns das Unternehmertum positiv vorgelebt und uns stets gefördert“, sagt die Chefin von 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Teil der Firmen-DNA war und ist es, Frauen und Männer gleich zu behandeln und sie bestmöglich zu unterstützen. Beispielsweise mit flexiblen Arbeitszeiten oder mit einer Betriebstagesmutter, als es in Kirchham noch keine Krabbelstube gab. Das erleichtert den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Wir haben viele Mädchen als Lehrlinge, die dann als Fachkräfte bei uns bleiben und sich in der Produktion oder im Planungsbereich weiterentwickeln“, sagt Haslinger. Technologisch einen Schritt voraus Ganz wichtig ist für die Geschäftsführerin, die sich optimal mit ihrer Schwester ergänzt, technologisch stets vorne dabei zu sein. Im Vorjahr investierte SFK daher kräftig in einen 550 Quadratmeter großen Zubau samt neuen Maschinen. Nur so ist es möglich, Projekte zu realisieren, die auf den ersten Blick schwer umsetzbar scheinen. Beste Beispiele dafür sind das Holzfahrrad „My Esel“ oder der Holz-Tennisschläger „Faelcon“, der es mit Top-Produkten aus Carbon oder Aluminium aufnehmen kann. „Viele Kunden und Kundinnen suchen eine Firma, die ihre Ideen verwirklicht und wenden sich daher an uns“, betont Haslinger. Zu den prestigeträchtigen Aufträgen gehören aber auch Verkehrszeichen aus Holz, die im Auftrag der Neuhauser Verkehrstechnik entwickelt wurden, Resonanzkörper für das österreichische Parlament oder beeindruckende Holzverkleidungen für das Linzer Musiktheater. Für das angelaufene Jahr 2026 zeigt sich die Geschäftsführerin zuversichtlich, so sei auch die heimische Flugzeugindustrie ein wichtiger Auftraggeber. Seit 2024 leitet Claudia Haslinger die Geschicke der SFK Manufaktur – gemeinsam mit ihrer Schwester Martina Huemer-Fistelberger. Foto: Michael Liebert von Heinz Wernitznig SFK Manufaktur: Mit Teamgeist und Kreativität auf Erfolgskurs

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