HYPO PERSPEKTIVEN - Magazin der HYPO Oberösterreich

5 Kurz & bündig Fotos: cityfoto_Roberta Pelzl-Mairwöger, LASK_Benjamin Reischl, Fredmansky, HYPO OOE An Japans Börse tut sich was … Marktkolumne Zuletzt kam es in Japan politisch bedingt zu größeren Marktturbulenzen an den Börsen – insbesondere an den Anleihemärkten: Premierministerin Sanae Takaichi hatte Ende des Vorjahres das Parlament aufgelöst und Neuwahlen ausgerufen, die ihrer konservativen LDP Anfang Februar eine satte Mehrheit im japanischen Unterhaus bescherten. Warum beeinflusste das die Börse? Weil das zentrale Wahlversprechen Takaichis – eine Steuersenkung im Umfang von rund 135 Milliarden US-Dollar, die über die Aufnahme neuer Staatsschulden finanziert werden soll – die Sorge der Anlegerinnen und Anleger über Japans Kombination aus hoher Verschuldung und steigenden Staatsanleihen-Renditen erneut entfacht hat: Angesichts einer Verschuldung von mehr als 230 Prozent des Bruttoinlandsprodukts flüchteten viele schon vor der Neuwahl aus japanischen Staatsanleihen, insbesondere aus jenen mit sehr langen Laufzeiten, was die Renditen in ungeahnte Höhen trieb: 40-jährige japanische Staatsanleihen durchbrachen erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 2007 die Vier-Prozent-Marke, aber auch zehnjährige Japan-Government-Bonds stiegen im Januar auf 2,4 Prozent, nachdem sie seit 1997 stets unter zwei Prozent geblieben waren. Manche wähnen sich an die ehemalige britische Premierministerin Liz Truss erinnert, deren ähnlich gelagerte Steuersenkung im Jahr 2022 einen Einbruch des britischen Pfunds und der Staatsanleihen zur Folge hatte, sodass sogar die Bank of England eingreifen musste, um Pensionsfonds vor dem Kollaps zu bewahren. Zwar kam es beim Yen bisher noch zu keinen auffälligen Kursreaktionen, dennoch sollte man die Lage weiterhin genau beobachten. Auch, weil der Renditeabstand (engl. Spread) zwischen laufzeitgleichen japanischen und US-Staatsanleihen tendenziell im Jahresverlauf weiter sinken wird. Dies könnte das Ende des sogenannten YenCarry-Trades bedeuten, einer Finanzstrategie, bei der die Zinsdifferenz zwischen zwei Währungen ausgenutzt wird, um sich in der gering verzinsten Währung zu verschulden und das Geld in der höher verzinsten Währung zu veranlagen. Eins ist jedoch gewiss: An Japans Börse tut sich was. Bitte beachten Sie den Risikohinweis auf Seite 4. Andreas Brunbauer Kapitalmarktstratege HYPO Oberösterreich Neue Bim: Soooooo weit muss Bank gehen Wer in den letzten Wochen mit offenen Augen durch Linz gegangen ist, hat sie vielleicht schon entdeckt: Die neue Straßenbahn-Garnitur der LINZ AG Linien im HYPO OOE Look. Nach einigen Jahren Pause ist Oberösterreichs Landesbank wieder im öffentlichen Nahverkehr präsent und bringt die Fahrgäste sicher von A nach B. „Die Straßenbahn sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch ein Zeichen unserer Verbundenheit mit Linz und Oberösterreich – und ein Symbol dafür, dass wir gemeinsam viel bewegen“, sagt Klaus Kumpfmüller, Vorstandsvorsitzender der HYPO OOE.

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